| die innenseite von dem irren sein umkleideschränkchen |
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Dienstag, 6. Mai 2008 Belle
irre, 15:43h
Schwarzes Kleid, weiße Haut, unter dem Kleid, über der Haut, nichts außer einem schwarzen Kleid. Schlaftrunkene Nacht. Ein gutes Gespräch, ein guter Wein, ein warmer Abend, wunderschöne Augen. Und diese Schuhe, in denen diese Füße stecken, einzigartig. Belle ist wieder da. Lachen. Sanftes entschlafen fast ohne körperliches Verlangen. Einfach da sein. Dasein. Nacht. Ein Traum, intensiv. Hände gleiten über zarte, weiße Haut. Suche. Erkundungsreise, Abenteuer. Hautfalten sind Täler, darüber kleine Straßen, Wege, Ziele. Finger tasten wie in Trance. Beine, Schenkel und das, was dazwischen liegt. Dieser eine Duft, jetzt gerade möchte ich Grenouille sein und du mein Parfüm. Zungen bahnen sich ihre Bahnen, Düfte, Flüssigkeiten strömen aus Körpern, Laute kreisen über Kissen, Decken, weich wie Schnee und leicht wie Federn, darunter schweißnasse Körper. Takt der Liebe, Takt der Lust, Mai, Mai, Wonnemonat Mai.
... link (0 Kommentare) ... comment Mittwoch, 30. April 2008 Abseits des Highways
irre, 14:53h
Es geht um die Entblößung des Busens, die Entfernung der Kleidung, um dann in das Land der Lotusblüte einzutauchen, alles für Sekunden zu vergessen, die Schrecklichkeit der Welt und ihren Schmerz, um für diesen Moment zu fühlen, was Paradies sein könnte.
Und wenn es heißt, man solle nie das Bett mit Geschäftspartnern teilen, dann bedeutet dies nicht, dass diese Regel auch für Ex-Geschäftspartner gilt. Entgegen der Abmachung hatte sie bereits ein Bad genommen und schickte sich an, im Prinzip in genau dem Moment, als ich die Schwelle ihrer Wohnungstür betrat, mit ihren Verführungskünsten zu arbeiten. Eine Arbeit, die in meinem Fall leicht zu bewältigen ist und ihrerseits wenig Aufwand bedarf. Was ist das nur, fragte sie mich dann, als ich schon im Begriff war zu gehen, was ist das nur, was ist das nur. Ich frage mich das schon mein ganzes Leben, sagte ich dann und freute mich, dass sie sich freute, Erwartungen, hatte sie nämlich schon vor längerer Zeit gesagt, habe sie keine mehr, zumindest nicht an einen Mann, Männer sind auf Dauer zu unbeständig, zu sprunghaft, zu unentschlossen, sie lebt, wie sie lebt und niemand passt dort mehr hinein. Ich gehe, beschwingt. Was bleibt, ist noch ein wenig Gefühl und ihr Geruch am Hemdkragen. ... link (1 Kommentar) ... comment Freitag, 18. April 2008
irre, 11:41h
In der Nacht aufstehen und ein paar pornographische Miniaturen schreiben, dabei feststellen, dass es äußerst problematisch ist, nicht ins kitschige, pornowoodeske abzugleiten, in Welten, die blitzeblanke Fickfilme aus aller Herren Länder suggerieren wollen, die aber an den mir bekannten Realitäten völlig vorbei gehen. Dabei dann den unbedingten Spaß am Sex neu entdecken, bekräftigen und weiter hoffen, die Kraft nutzen zu können, solange die Körper noch reif und frisch sind, nicht faulig, matschig, ekelerregend unbrauchbar. Allerdings: Dieser Hang zur unbedingten Jugendlichkeit, der Ekel vor erkennbar verfallenden Körpern, das ist nur künstlich, wie ich bereits erfahren durfte und dann die Erinnerung an die unvergleichbaren Künste einer verflossenen Liebhaberin.
Am Morgen fällt das Aufstehen schwer, das Leben ist zu schön, um es in Büros mit sinnlosen Arbeiten zu verschwenden. Vermeidungstaktik. Bloß nicht die Kollegen sehen wollen, zuhause am Schreibtisch arbeiten, statt in der allgemeinen Bürohölle, das nimmt ein wenig Druck, die Arbeiten bleiben aber trotzdem ohne Sinn. So hängt man dann Gedanken nach, das ist die verträumte Prokrastination, das Leben im Leben, beide müssen, keines kann. ... link (0 Kommentare) ... comment Montag, 14. April 2008
irre, 17:23h
Verliebt in eine Frau, die schon morgens gut aussieht und von sich Fotos macht. Wer weiß, wie lange das noch so bleibt, sagt sie immer und meint damit ihren makellosen Körper, den sie zweifelsohne mehr liebt, als alles andere auf der Welt. Auch ich bin nur ein Kerl, der mal kurz ran darf, weil sie das so will, morgen kann das wieder anders sein. Ich fühle mich schon fast alt in ihrer Nähe, weil sie vor Energie nur so sprüht und ich ein genervter, unausgeschlafener Überdreißigjähriger bin. Alter Mistsack. Jetzt schon zu wissen, dass man selbst auch nur eine Durchgangsstation ist, deprimiert und ist oft nur mit großen Mengen Alkohol zu ertragen. Was sie in der Zeit meines Rausches tut, weiß ich nicht, aber ich kann es mir denken. Dafür, denke ich dann, dafür also habe ich alles andere aufgegeben. So ist das dann wohl. Aber gut sieht sie aus. So unglaublich gut.
... link (0 Kommentare) ... comment Freitag, 11. April 2008
irre, 14:18h
Wenn man sich diesen Blick anschaut, dann weiß man, was Mann tatsächlich begehrt.
Eine Fee auf Hustensaft - sicher etwas, das über die trüben Tage hinweg hilft. ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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Last update: 2013.11.12, 09:05
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